Größe bietet kaum echte Vorteile
Navigationsgeräte mit Bildschirmen von sieben Zoll Größe (178 mm Diagonale) sind keine Seltenheit mehr. Allerdings bieten solche XXL-Geräte gegenüber kleineren Modellen nur selten Vorteile bei der Anzeige, können jedoch je nach Platzierung sowie Fahrergröße die Sicht auf die Straße erheblich verschlechtern. Schlimmstenfalls werden andere Verkehrsteilnehmer ganz verdeckt, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Der einzige Vorteil größerer Bildschirme besteht bei Fahrzeugen mit sehr großen oder tiefen Windschutzscheiben.
Ärgerlich, dass bei einigen Test-Geräten das Kartenmaterial schon beim Kauf veraltet war, wie etwa beim NavGear Streetmate GTX 60 3D, wo es über ein Jahr alt war. Einige Hersteller bieten zwar ein kostenloses oder vergünstigtes Update an, wenn das Navigationsgerät innerhalb von 30 Tagen online registriert wird. Doch dann muss der Käufer den oftmals komplizierten und zeitaufwändigen Updateprozess bewältigen, obwohl er unmittelbar nach dem Kauf noch nicht einmal mit der Bedienung des Gerätes ganz vertraut ist.
Nicht mehr zeitgemäß sind Modelle, deren Antenne für Verkehrsinformationen an der Windschutzscheibe verlegt oder im Gerät integriert werden muss, wie bei Medion und NavGear. Heutzutage sollten diese Antennen im Ladekabel integriert sein, um zusätzliches Kabelgewirr zu vermeiden. Gute Beispiele hierfür sind Falk NEO 550 und TomTom GO Live 1015.
Die Zielführung erledigen alle Test-Geräte ohne große Auffälligkeiten. Bei a-rival und NavGear hören sich die Sprachkommandos blechern an. Und bei einer Fahrt aus einer Tiefgarage dauert es sehr lange, bis die Routenführung beginnt, im Durchschnitt fast eine Minute. Eine kleine Ewigkeit, bedenkt man, dass die Geräte von Garmin, Mio, Navigon und TomTom die Satelliten in der Regel binnen weniger Sekunden finden.
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Forderungen an die Hersteller
Auf den Verpackungen sollte der Stand des gelieferten Kartenmaterials vermerkt sein.
Insbesondere sicherheitsrelevante Kartenfehler müssen schneller ausgeräumt werden.
Karten-Updates müssen über einen längeren Zeitraum im Angebot bleiben - und zu Preisen, die erschwinglich sind. Zudem müssen die Ladezeiten für Updates reduziert werden.
Mobile Navigationsgeräte sollten so montiert werden können, dass die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt wird. Außerdem muss eine gute Bedienbarkeit gewährleistet sein.
Lose in der Fahrgastzelle verlegte Kabel stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Deswegen sollten die Geräte über die Halterung mit Strom und Verkehrsinformationen versorgt werden.
Die Geräte sollten aus der Halterung genommen werden können, ohne dass jedes Mal die Kabel abgesteckt werden müssen.
Infos zu Falschfahrern auf der eigenen Route müssen vom Navigationsgerät als Gefahrenmeldung signalisiert werden.
Auch wenn das Gerät nicht mehr angeboten wird, sollte technische Unterstützung über (erreichbare!) Telefon-Hotlines gewährleistet sein.
Gefahrene Geschwindigkeit, Distanz zum Ziel und Ankunftszeit sollten in gut lesbarer, möglichst großer Schrift angezeigt werden.
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Tipps für Verbraucher
Nicht nur das Aufspielen der Navigationssoftware, sondern auch deren Updates erfordern teilweise viel Zeit. Das kann teuer werden, wenn keine Internet-Flatrate zur Verfügung steht.
Bei kostenpflichtigen Software Downloads sollte eine Sicherheitskopie erstellt werden, weil bei Datenverlust das Update erneut beim Hersteller bezahlt werden muss.
Navigationsgeräte in Sicht- und Reichweite des Fahrers anbringen. Das gewährleistet schnelle Wahrnehmung sowie sichere Bedienung. Der Blick auf die Straße darf nicht beeinträchtigt sein. Keine Montage im Bereich des Beifahrers, sonst drohen bei Unfällen Verletzungen. In der Schweiz ist das Anbringen des Navigationsgerätes in der Mitte der Frontscheibe verboten und wird mit Strafen geahndet.
Die Entfaltungsbereiche von Airbags müssen freigehalten werden. Andernfalls werden Navigationsgeräte bei Kollisionen zu gefährlichen Geschossen! Das direkte Umfeld des Schalthebels und anderer Bedien-Elemente muss ebenfalls gemieden werden.
Vor der Befestigung die Oberfläche gründlich mit einem sauberen Tuch und nicht rückfettendem Glasreiniger säubern. Jeglicher Belag auf der Scheibe (vor allem in Raucherfahrzeugen) verschlechtert die Dauerhaltbarkeit.
Bei unbeaufsichtigtem, längerem Abstellen des Fahrzeugs Gerät und Halterung aus dem Fahrzeug entfernen (Diebstahlgefahr).