Teuer oder billig- wie kann sich der Autofahrer im Dschungel der Angebote orientieren? Unsere Testergebnisse helfen weiter - in dem Fall mit einem Vergleich von je acht Einsteiger- gegen Premium-Modelle im Preis-Segment von 89 bis hin zu 449 Euro.
"Erfreuliches Fazit: Autofahrer, für die nur die Navigationsfunktion zählt, bekommen mit den preiswerten Geräten vielfach bereits das, was sie suchen. Und können dabei bis zu 50 Prozent sparen. Keines der Einsteigermodelle in diesem Test musste wegen gravierender Schwächen abgewertet werden. Ausnahme: Einigen Geräten fehlt das TMC, um Verkehrsmeldungen zu empfangen - eine Funktion, die der ADAC schon als Grundausstattung voraussetzt."
Die Premium-Klasse zeigte sehr unterschiedliche Leistungen, mit einer Notenspanne von 2,1 (Becker Z205) bis hin zu 4,5 (a-rival NAV-PN43). Eine Sonderposition nimmt das Navigon 8410 ein: Es ist zwar mit knapp 450 Euro das teuerste Gerät, dafür aber auch bei der Sprachausgabe sowie der Darstellungsqualität der Rote führend.
Die Premium-Geräte der Hersteller Becker, Falk, Garmin, Medion und Navigon schnitten erwartungsgemäß besser ab als ihre jeweiligen Einstiegsmodelle. Sie sind zwar nicht immer ohne Schwächen, bieten aber für mehr Geld auch mehr Leistung. Ganz anders verhält es sich bei Mio, NavGear und a-rival: Deren Einsteigermodelle zeigten sich teilweise deutlich besser ab als ihre teureren Brüder! So lenkt beim Mio Moov Spirit V505TV zu 229 Euro die unübersichtliche Menüführung zu stark vom Verkehrsgeschehen ab, und noch schlimmer: Ein guter TV-Empfang ist sogar während der Fahrt möglich. Dafür kam trotz der Herstellerangabe, TMC-Meldungen empfangen zu können, keine einzige am Gerät an. Mit dem MioM305 aus der einhundert Ero-Klasse würde man somit besser fahren.
Soviel kostet das "befriedigende" NavGear V35-1. Der 70 Euro teuere Bruder GT 50T könnte als ordentliches Navigationsgerät beziechnet werden, wenn der Satellitenempang nicht so unzureichend wäre - den Kontakt ins Weltall konnte das Gerät erst nach außergewöhnlich langer Zeit herstellen.
Schlusslicht im Test war das a-rival NAV-PN43 zu 139 Euro. Die Liste seiner Schwächen ist lang und kann im Einzelnen im Detailergebnis nachgelesen werden.
Und wo bleibt der Marktführer? TomTom hatte zum Test-Start keine aktuellen Einsteiger-Navis im Angebot. Die Ergebnisse seiner Premium-Geräte lassen sich in unserem Frühjahrs-Test 2009 nachlesen.