Die Höhe des Stromverbrauchs wird durch den Aufwand an Fahrenergie (je nach Einsatzbedingungen), den Wirkungsgrad der Batterie (innere Widerstände, Batterieheizung, Selbstentladung), den Wirkungsgrad des Ladegerätes (Ladeverluste) sowie den Bedarf der Nebenaggregate (z.B. Heizung, Beleuchtung, Radio) bestimmt.
Dass die Herstellerangaben im realen Fahrbetrieb jedoch in der Regel überschritten werden, zeigt der aktuelle ADAC Autotest des Mitsubishi i-MiEV. Im Gegensatz zum Herstellerwert von 13,5 kWh pro 100 km liegt der durchschnittliche Energieverbrauch im ADAC EcoTest bei 16,9 kWh pro 100 km. Innerorts benötigt der i-MiEV 11,3 kWh pro 100 km, außerorts 15,0 kWh pro 100 km und auf der Autobahn 24,6 kWh pro 100 km.
Elektrofahrzeuge bestechen durch ihre lokale Emissionsfreiheit. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Emissionen des Elektroautos ins Kraftwerk verlagert werden. Die vergleichweise hohen CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung in Deutschland führen dazu, dass Elektrofahrzeuge beim heutigen Strom-Mix in Deutschland (CO2-Wert: ca. 563 g/kWh) nicht grundsätzlich effizienter sind und den CO2-Ausstoß nicht verringern.
Bei der Nutzung regenerativer Quellen zur Stromerzeugung wie z. B. Windkraft (CO2-Wert von ca. 20 g/kWh) wäre der CO2-Ausstoß dagegen annähernd vernachlässigbar.
Ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehr ist daher nur möglich, wenn der Strom aus regenerativen Quellen stammt. Der Einsatz zusätzlicher erneuerbarer Quellen zur Stromerzeugung ist daher zwingend erforderlich.
Die CO2-Bilanz am Beispiel des Smart ForTwo electric drive:
Legt man den Strom-Mix in Deutschland mit einem CO2-Wert von ca. 563 g/kWh zu Grunde, ergibt sich für den Smart ForTwo electric drive ein CO2-Aus¬stoß von ca. 68 g/km. Bei Strom aus Steinkohle (CO2-Wert von ca. 890 g/kWh) wären dies dagegen ca. 107 g/km, bei der Nutzung von Windkraft für die Stromerzeugung (CO2-Wert von ca. 20 g/kWh) nur noch 2,5 g/km. Steinkohle wird deshalb in die Bilanz aufgenommen, da Steinkohlekraftwerke zur Abdeckung von Energiespitzen benötigt werden, d.h. zusätzliche Energieverbraucher – etwa in der Mittagszeit – werden durch entsprechendes Hochfahren mit Strom bedient. Zum Vergleich: Der aktuelle Smart ForTwo coupé 1.0 mhd pure mit 52 kW-Ottomotor weist einen CO2-Ausstoß von 97 g/km auf, das entsprechende Dieselmodell 0.8 cdi pure mit 40 kW einen CO2-Ausstoß von 86 g/km.
Antriebs-
Version | Smart ForTwo
electric drive
(E-Motor) | Smart
ForTwo
electric
drive
(E-Motor) | Smart
ForTwo
electric
drive
(E-Motor) | Smart
ForTwo
coupé
1.0 mhd
(Otto) | Smart
ForTwo
coupé
0.8 cdi
(Diesel )
|
Motor-
leistung | 30 kW | 30 kW | 30 kW | 52 kW | 40 kW |
Eingesetzte
Energie | Elektrisch/
Strom-
Mix D | Elektrisch/
Steinkohle | Elektrisch/
regenerativ | Benzin | Diesel |
Energie-
verbrauch (NEFZ) | 12 KWh/
100 km | 12 KWh/
100 km | 12 KWh/
100 km | 4,2 l/
100 km | 3,3 l/
100 km |
CO2-
Emission | 68 g/km | 107 g/km | 2,5 g/km | 97 g/km | 86 g/km |
Tabelle: Emissionen bei Einsatz unterschiedlicher Energiearten am Beispiel des Smart ForTwo