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- Systemvergleich -

Autowaschanlagen auf dem Prüfstand 

Bürsten, Textilgewebe oder Schaumstoff - je nach Waschanlage befreien verschiedene Materialien das Auto vom Schmutz. Aber reinigen sie alle gleich gut und vor allem schonend? Der ADAC hat die drei gängigen Systeme getestet und kam zu interessanten Ergebnissen.


Autowaschanlagen auf dem Prüfstand

In Punkto Reinigung erhielten alle Systeme die Beurteilung "gut". Allerdings bedarf es bei starker Verschmutzung einer Vorreinigung, um dieses Ergebnis zu erzielen. Hartnäckiger Dreck löst sich so besser und wird bei der Wäsche ohne Überbleibsel entfernt.
Deutliche Unterschiede offenbarten sich jedoch bei der Lackbeanspruchung: Je nach Material kann es zu Kratzern oder Kunststoffrückständen kommen. Die Untersuchung mit dem Lichtmikroskop zeigte: Das Schaumstoffmaterial wäscht am schonendsten. Da sich auf der glatten festen Oberfläche keine Schmutzpartikel festsetzen können, bleibt der Lack unversehrt. Auch bei den Rückständen konnte der Schaumstoff punkten: Er zeigte keinen Abrieb.
Anders die viel verbreiteten PE-Bürsten: Ihre gesplissten Fäden hinterlassen Ablagerungen, die besonders auf dunklem Lack auffallen und ihn stumpf und zerkratzt aussehen lassen.
Im Mittelfeld liegt das Textilmaterial. Schmutzteilchen können sich in dem Gewebe leichter festsetzen und dann bei stark verschmutzten Autos zu kleinen Lackkratzern führen.

Wie haben wir getestet?

Als Testwagen dienten drei Fiat Stilo mit schwarzer Uni-Lackierung, da auf dunklem Lack Schmutz und Kratzer am deutlichsten sichtbar sind. Die Autos wurden an 14 Stellen mit DEKRA-Testschmutz präpariert. Nach dem Waschen untersuchten wir die Fahrzeuge auf zurück gebliebenen Schmutz und beurteilten die Qualität der Reinigung. Wie schonend die Wäsche ist, testeten wir durch angebrachte Prüfbleche. Diese wurde nach der Reinigung unter dem Lichtmikroskop auf Kratzer untersucht.

ADAC Tipps

  • Schaumstoff vor Textil vor Bürsten - und ganz wichtig "Vorwaschen". Damit die Wäsche für Ihr Auto zur Erholungskur wird, haben wir noch fünf Tipps für Sie zusammengefasst.

  • Nutzen Sie ausschließlich Waschprogramme, die eine Vorwäsche beinhalten. Zusätzliche Programme wie Unterbodenwäsche, Heißwachs oder ähnliches sind Luxus - nötig sind sie nicht.

  • Wird die Vorwäsche vor der Reinigung per Hand mit einem Dampfstrahler durchgeführt, achten Sie drauf, dass dies gründlich geschieht. Bleibt Dreck haften, wirkt dieser bei der späteren Reinigung wie Schmirgelpapier.

  • Wählen Sie eine Waschanlage, die einen guten Gesamteindruck macht. Die Chance, dass die Anlage auch technisch gut gepflegt wird, ist dann größer.

  • Reinigen Sie nach der Wäsche die Scheiben von Konservierungsrückständen. Sonst haben Sie beim nächsten Regen schlechte Karten. Gute Waschanlagen händigen dafür ein spezielles Putztuch aus.

  • Begutachten Sie nach der Reinigung Ihr Auto rundum. Fallen Ihnen Schäden auf, melden Sie diese unmittelbar dem Betreiber.

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