Der ADAC rät
Grundsätzlich können Reifen unterschiedlicher Profiltiefe, Gummimischung und unterschiedlicher Profilgestaltung die Fahrstabilität negativ beeinflussen. Dies gilt insbesondere bei Nässe. Kritische Situationen entstehen vorrangig bei Aquaplaning und hier wiederum beim Bremsen und bei Kurvenfahrt. Besonders deutlich können die Unterschiede beim (gesetzlich zulässigen) Mix aus Sommer– und Winterreifen sein. Winterreifen verhalten sich durch die spezielle Gummimischung und Profilgestaltung deutlich anders.
Deshalb sollte beim Reifen-Nachkauf immer angestrebt werden, den gleichen Reifentyp zu bekommen. Da dies in der Praxis aber nicht immer möglich ist, sollte zumindest eine Achse einheitlich bestückt sein. Im Übrigen gehören die Reifen mit dem besseren Profil im Allgemeinen auf die Hinterachse (sowohl bei Front- als auch bei Hecktrieblern). Beachten Sie hierzu auch die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeuges!
Sonderfall Fahrzeuge mit Allradantrieb: Hier müssen unbedingt die Vorgaben in der Bedienungsanleitung befolgt werden. Eine stark unterschiedliche Profiltiefe vorne/hinten könnte hier beispielsweise zu Schäden am Mitteldifferential führen!
Kombination | zulässig | ADAC-Empfehlung |
|---|
| Diagonal- mit Radialreifen | nein | — |
| Reifen unterschiedl. Modellbezeichnung (oder auch unterschiedlicher Hersteller) | ja | nein |
| Sommer/Winter | ja | nein |
| Stark unterschiedliche Profiltiefe | ja | nein |
| Unterschiedliche Größe (soweit lt. Fz-Schein auf Vorder- und Hinterachse nicht ausdrücklich erlaubt) | nein | — |
| Run Flat (Spezial-)Reifen mit Standard-Reifen (sofern Run Flat lt. Fahrzeug-Papieren vorgeschrieben, ist ein „Mischen“ grundsätzlich nicht möglich | ja | nein |