Rostlöser, Kriech- und Multiöle, MoS²-, Graphit- und Kontaktsprays sind fester Bestandteil in Werkstatt und bei Hobby-Schraubern. Im Einsatz vor allem bei Fahrzeugen, an welchen der Zahn der Zeit in Form des größten Feindes, der Korrosion, an der einen oder anderen Schraube genagt hat.
Umgangssprachlich ist oft vom Rostlöser die Rede. Aber was ist eigentlich gemeint, wenn es heißt: „Da brauch ich erstmal XYZ?“ Die Begriffsvielfalt ist verwirrend, deshalb zunächst einmal ein paar Erklärungen.
Im täglichen Gebrauch ist von Rostlösern, Multiölen oder Kriechölen die Rede. Gemeint ist oft das Gleiche, doch es gibt Unterschiede. Das häufigste Einsatzgebiet ist das Lösen festsitzender Verbindungen, wie Schrauben, Muttern etc. Durch Korrosion sind die Teile eine wahrlich feste Verbindung eingegangen, der Einsatz roher Gewalt hat oft das Abdrehen des Schraubenkopfes und langwierige Nacharbeiten zur Folge. Der Einsatz eines Rostlösers ist unvermeidlich, wobei korrekterweise das Rostlockern gemeint ist, also das Gängigmachen verrosteter Schrauben, Muttern, Scharniere oder Schlösser durch das Eindringen eines Öls. Deshalb handelt es sich fachlich richtig ausgedrückt um Kriechöle, die aufgrund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten auch als Multiöle bezeichnet werden.